Wenn aus DU und ICH ein WIR  wird

 

 

VERTRAUEN  -  VERSTÄNDNIS  -  VERSTÄNDIGUNG

 

Auf diesen drei Begriffen basiert das Prinzip der intuitiven Hundeführung.

 

Vertrauen: Damit du für deinen Hund die absolute Nummer 1 und somit das Vertrauen in Person wirst, musst du dich bewähren. Das hat jetzt nichts zu tun mit  veralteten Begriffen wie Dominanz und schon gar nicht mit den kümmerlichen Vorgaben, dass dein Hund erst nach dir zur Tür hinaus darf oder erst nach dir Futter bekommt etc. Dies mag in Einzelfällen zutreffen, jedoch für die meisten ist es Zeit- und Energieverschwendung. Diese Energie verwendest du besser darauf, ein wirklicher, verdienter Partner für deinen Hund zu werden.

Das heisst: Er findet bei dir Schutz und Geborgenheit wenn er dies sucht, du lässt ihn nicht ins offene Messer laufen (ach lass mal, die Hunde regeln das schon. Blöderweise ist es aber nie dem sein Hund, der dann gejagt wird oder eines auf die Mütze kriegt), du stellst dich vor deinen Hund - psychisch und physisch! 

Damit dir dein Hund vertrauen kann, brauchst du auch Vertrauen - nämlich in dich! Du kennst deinen Hund (und lernst ihn noch besser kennen) und weisst, was gut für ihn ist. Und du stehst zu deinem Wissen. Da kommt deine Intuition ins Spiel. Wie oft ging dir schon durch den Kopf hab ich doch gedacht, dass.....? Ja, das war deine Intuition! Die hat jeder, manchmal aktiver, manchmal noch etwas im Verborgenen. Bei sich sein, sich selbst vertrauen, sich und dem Hund etwas zutrauen. Präsent sein und im Bewusstsein, dass eure Beziehung etwas wundervolles ist.

Bei dieser Art der Hundeführung brauchst du die aktive Form von Intuition - und die wird geübt, hervorgeholt und freudvoll angewendet.

Erziehung ist Beziehung. 

 

Verständnis: Aus dem Vertrauen wächst das Verständnis. Du erkennst plötzlich, dass dein Hund gar nicht frech oder vorwitzig ist, sondern im Gegenteil, dass er unsicher oder gar ängstlich ist. Du erkennst auch den Unterschied zwischen unsicher und ängstlich und nun wird dir auch klar, in welcher seelischen Not dein ängstlicher, vierbeiniger Freund ist, wenn er der drohenden Hundebegegnung ganz allein gegenübersteht. Würdest du dein angsterfülltes Kind diesem Stress aussetzen? Würdest du es nicht liebevoll an die Hand nehmen und durch die Gefahr führen? Dann tu es bitte auch mit deinem Hund - denn du hast ja nun das Wissen und das Verständnis dafür.

 

Verständigung: Aus dem Verständnis wächst die Verständigung. Denn ob ängstlich, unsicher oder frech und einfach unmöglich (und trotzdem oder gerade deswegen einfach der liebste und beste von allen!), wenn du weisst was Sache ist, weisst du auch, welche Tonart - im übertragenen Sinn- du vorgeben möchtest. Braucht dein Hund Unterstützung, muss er gebremst werden, schaut er vor allem auf meine Körpersprache oder eher auf meine verbale Sprache, Geräusche? 

Wenn ich also aus dem Vertrauen das Verständnis aufgebaut habe, ist die Verständigung eine logische Folge und einer fröhlichen, freundlichen, liebevollen Gemeinschaft steht nichts im Weg

 

Dein Hund wird dich anhimmeln dafür - lieben tut er dich eh schon!